Fragen und Antworten

Nur ein gut informierter Patient ist Garant für den Behandlungserfolg.

Natürlich ist jeder Mensch individuell, wie auch sein Anliegen an den Arzt und Zahnarzt. Deshalb ist es am besten, konkrete Fragen in einem persönlichen Beratungsgespräch zu klären.

Dennoch haben wir häufig gestellte Fragen für Sie gesammelt und möchten Ihnen diese hier vorab schon einmal zur Verfügung stellen, vielleicht sind damit Ihre ersten Fragen geklärt.

Bitte scheuen Sie sich nicht, ein unverbindliches individuelles Beratungsgespräch – gerne auch am Wochenende - zu vereinbaren.

Gern beantwortet unser leitender Arzt Dr. Dr. H. Martens oder unser leitender Zahnarzt Dr. G. Bail Ihre individuellen Fragen auch per E-Mail.

Besteht die Möglichkeit einer Allergie gegen Implantate?
Implantate bestehen entweder aus Titan oder aus einer Spezialkeramik (Zirkoniumdioxid). Implantate aus Titan werden seit über 40 Jahren auf allen Gebieten der Medizin (z.B. künstliche Hüftgelenke, Zahnimplantate etc.) millionenfach verwendet. Bis jetzt sind in der gesamten Weltliteratur keine Unverträglichkeiten beschrieben worden. Beide Materialen haben eine allergenen Bestandteile und verhalten sich im Körper völlig neutral.
Gibt es ein Mindestalter für Implantate?
Da Implantate regelrecht mit dem Knochen verwachsen und nicht mehr „mitwachsen“ wie natürliche Zähne, sollte das Knochenwachstum abgeschlossen sein. Dies ist in der Regel mit 18 Jahren der Fall. Bei Männern kann dies etwas später und bei Frauen etwas früher sein. Im Zweifelsfall lässt sich das Wachstumsalter mit Hilfe einer Röntgenaufnahme der Handwurzelknochen bestimmen.
Ist ein fortgeschrittenes Alter ein Hindernisgrund für Implantate?
Um mit Implantaten die Lebensqualität zu erhalten oder neue zu gewinnen, ist man nie zu alt. Der Eingriff ist risikoarm und in der Regel nebenwirkungsarm, so dass nichts dagegen spricht, sich noch mit 80 oder 90 Jahren Implantate setzen zu lassen. Solange man so gesund ist, dass auch andere Behandlungen beim Zahnarzt durchgeführt werden können, können Sie auch Implantate bekommen.
Wird eine Implantation wirklich ambulant durchgeführt?
Ja, der Eingriff wird in örtlicher Betäubung d.h. „mit der normalen Zahnarztspritze“ schonend und sicher durchgeführt. Auch mehrere Implantate können in der Regel problemlos in einer einzigen Sitzung gesetzt werden. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Implantation in Vollnarkose durchführen zu lassen. Auch hier kann der Patient, wenn er wieder vollständig wach ist, nach Hause gehen.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt können Sie am nächsten Tag wieder arbeiten. Nur bei körperlich schwerer Arbeit oder bei Arbeit in heißer Umgebung oder Sonnenbestrahlung sollten Sie sich 3 Tage Ruhe gönnen. Generell sollten Sie auch für 3-5 Tage, je nach Art des Eingriffes, Sauna, Solarium, Sport und Hallenbad meiden.
Wie ist der gesamte zeitliche Ablauf einer Implantation?
Die gesamte Behandlung gliedert sich in verschiedene Phasen (Bitte siehe unter Rubrik „Behandlungsablauf“).
1. Anamnese, Untersuchung, Beratung und Planung
Bei einem ausführlichen Beratungsgespräch werden mit Ihnen nach Anamnese und ausführlicher Untersuchung, alle machbaren Behandlungsoptionen (Vorteile, Nachteile, Risiken etc.) einschließlich aller Alternativen besprochen, um einen inhaltlichen und zeitlichen Behandlungsplan erstellen zu können. Auch wird mit Ihnen über die Kosten der Behandlung gesprochen werden, ein Heil- und Kostenplan erstellt und Ihnen dargelegt, welchen Anteil die gesetzliche Versicherung, die, wenn vorhanden, die private Zusatzversicherung und wie hoch der Eigenanteil ist. Dann erfolgt die Planung des Eingriffes anhand Ihres klinischen Befundes, der Röntgenbilder und der Gipsmodelle Ihres Kiefers.
2. Einsetzen der Implantate (Implantation)
Dies ist der eigentliche Eingriff. Das Setzen eines Implantates dauert in der Regel nur 20 Minuten. Der Eingriff ist durch die örtliche Betäubung nicht schmerzhaft. Bitte denken Sie daran, sich abholen zu lassen, da Sie dann nicht Autofahren dürfen.
3. Heilungsphase
10 Tage nach der Implantation werden die Fäden entfernt. Bis das Implantat richtig in den Kieferknochen eingeheilt ist und belastet werden darf (bitte siehe auch unter Sofortbelastung), vergehen in der Regel 3-6 Monate im Unterkiefer und 6-9 Monate im Oberkiefer. Davon spüren Sie jedoch nichts. Während dieser Zeit sind Sie niemals zahnlos, Sie sind immer mit einem zahnfarbenen Provisorium versorgt.
4. Implantatfreilegung
Wenn das Implantat sicher im Kiefer eingeheilt ist, wird ein kleiner Verbindungspfosten oder ein Zahnfleischformer in das Implantat eingebracht. Dieser dient zur Befestigung der späteren Krone. Danach wird eine Abformung gemacht, die die Grundlage darstellt, um die Krone/Brücke/Prothese im zahntechnischen Labor herstellen zu können. Zuletzt wird noch das Provisorium angepasst.
5. Einsetzen der Kronen, Brücken oder Prothesen
Zirka 2 Wochen danach kann der fertige Zahnersatz eingesetzt werden. Die Kronen und Brücken werden fest auf den Implantaten zementiert und/oder verschraubt. Jetzt sind sie von natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden. Sie werden sich nach ein paar Tagen an Ihre neuen Zähne gewöhnt haben und Sie können alles das tun, was man auch mit natürlichen Zähnen tun kann. Essen, Sprechen, lachen und vieles mehr.
Wie viele Arzttermine sind für meine neuen Zähne nötig?
Dies hängt natürlich von Art und Umfang Ihres Behandlungskonzeptes ab. Aber auch bei einer umfangreichen Sanierung mit mehreren Implantaten sind nur 4 Zahnarztbesuche erforderlich (siehe auch Behandlungsablauf).
Bin ich während der Einheilphase ohne Zähne?
Selbstverständlich nicht! Sie werden während der gesamten Behandlung einen zahnähnlichen provisorischen Zahnersatz aus Kunststoff haben, der von Ihren natürlichen Zähnen nur schwer zu unterscheiden sein wird. Mit diesem Provisorium können Sie alles das tun, was Sie auch mit Ihren natürlichen Zähnen tun. Essen, Reden, Lachen.
Wie bereite ich mich vor?
Sie haben sich ja schon im Internet vorinformiert, trotzdem werden Sie sicher noch einige Fragen haben. Vielleicht möchten Sie sich Ihre Fragen schriftlich notieren, damit Sie nichts vergessen. Bitte denken Sie daran, dass wichtige Vorerkrankungen und Medikamente, die Sie nehmen oder genommen haben, wichtige Themen sein können. Bitte bringen Sie auch eventuell vorhandene Röntgenbilder zu den Beratungsgespräch mit.
Ist für die Implantation wirklich keine Vollnarkose erforderlich?
Nein. Das Schmerzempfinden lässt sich vollständig mit einer örtlichen Betäubung d.h. mit der normalen Zahnarztspritze ausschalten, wie dies bei jedem normalen zahnärztlichen Eingriff gemacht wird. Die Vibration des Bohrers, wenn das Implantatbett in den Kiefer gebohrt wird und ein leichtes Druckgefühl, wenn das Implantat eingedreht wird, werden Sie spüren, jedoch keine Schmerzen. Die Implantatbehandlung ist vom Gefühl her vergleichbar mit einer normalen Kariesbehandlung. Wenn Sie allerdings „von alledem“ nichts mitbekommen möchten, kann der Eingriff auch in Vollnarkose durchgeführt werden.
Muss ich als Diabetiker auf ein Implantat verzichten?
Nein. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr Diabetes optimal eingestellt ist. Ein schlecht eingestellter oder unbehandelter Diabetes kann die Einheilung erschweren oder verzögern, so dass das Risiko eines Implantatverlustes höher ist. Es ist auf jedenfalls ratsam, Ihren Hausarzt mit einzubeziehen.
Wie wird festgestellt, ob ausreichend stabiler Knochen vorhanden ist?
Um ein Implantat sicher im Knochen verankern zu können, muß ausreichend stabiler Knochen vorhanden sein. Diese Entscheidung anhand einer normalen 2-dimensionalen Übersichtsröntgenaufnahme zu treffen, kann manchmal schwierig sein, um wichtige Strukturen z.B. den Unterkiefernerv schützen zu können. Hier hilft die dreidimensionale digitale Volumentomographie weiter, da hier alles millimetergenau vermessen werden kann und auch die Implantate können computernavigiert millimetergenau gesetzt werden. So können wichtige Strukturen sicher geschont und der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden.
Gibt es Erkrankungen, die eine Implantation nicht sinnvoll erscheinen lassen?
Bitte siehe auch unter Kontraindikationen. Es gibt einige Erkrankungen, die eine Implantation nicht sinnvoll erscheinen lassen oder bei denen sich eine Implantation verbietet. Zu den letzteren zählen Patienten mit einer Immunsuppression, nach Gabe von Medikamenten, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen (Bisphosphonattherapie), bei Drogenabhängigkeit, bei manchen psychiatrischen Erkrankungen und bei nicht abgeschlossenem Kieferwachstum. Bei alle anderen Erkrankungen ist eine Implantatversorgung grundsätzlich möglich, aber vom Einzelfall abhängig. Es sollte eine gründliche Vorbereitung unter Hinzuziehung aller beteiligten Ärzte sattfinden.
Kann implantatgetragener Zahnersatz erneuert oder, wenn Zähne verloren gegangen sind, erweitert werden?
Natürlich. Der Zahnersatz kann wie jeder Zahnersatz erneuert oder erweitert werden, ohne dass das Implantat entfernt werden muß. Natürlich kann auch eine Einzelzahnimplantat nach Jahren als Stützpfeiler für eine Brücke oder andere prothetische Konstruktion dienen.
Ich habe bereits eine normale Vollprothese, die jedoch nicht mehr richtig hält. Brauche ich für die Implantatbefestigung eine neue?
Nein, die alte Prothese kann in aller Regel umgearbeitet werden, um eine optimale Kaufunktion zu erzielen.
Was passiert, wenn ein eigener Zahn, der als Pfeiler für den Zahnersatz dient, verloren geht?
Wenn ein Zahn, der als Pfeiler dient verloren geht, ist es in aller Regel möglich diesen durch ein Implantat zu ersetzen und die prothetische Konstruktion so umzuarbeiten, dass eine optimale Kaufunktion gegeben ist.
Kann ich mit Implantaten ganz normal essen und abbeißen?
Ja. Egal, welcher Art Versorgung Sie auf Ihren Implantaten haben, ob Einzelzahnkrone, Brücke oder Prothese, Sie sind genauso fest wie Ihre eigenen Zähne. Da Ihre Implantate fest mit Ihrem Kiefer verwachsen sind, können Sie Essen, Abbeißen, Sprechen, Lachen etc. wie mit Ihren eigenen Zähnen.
Habe ich bei der Personenkontrolle am Flughafen (Metalldektor) Probleme mit Implantaten?
Nein, Implantate sind aus nicht-magnetischem Material und zudem so klein, dass die Detektoren der Kontrollgeräte darauf nicht ansprechen. Und sollte der Detektor trotzdem reagieren, haben Sie Ihren Implantatpass, mit dessen Hilfe Sie die Situation dezent und schnell erklären können.
Habe ich mit implantatgetragenen Zähnen ein Fremdkörpergefühl oder fühlen sie sich wie meine eigenen Zähne an?
Nein, implantatgetragene Zähne fühlen sich wie Ihre eigenen Zähne an. Sie werden keinen Unterschied bei Reden, Essen und Lachen spüren.
Haben Implantate Einfluss auf meinen Herzschrittmacher?
Nein, Implantate sind amagnetisch und haben keinen Einfluss auf Ihren Herzschrittmacher.
Wie lange hält ein Implantat?
Ein Qualitätsimplantat kann sofern es richtig belastet und entzündungsfrei ist, so lange halten wie ein eigener Zahn. Ein Bruch ist bei richtiger Belastung nicht zu befürchten. Entscheidender Faktor der Haltbarkeit ist die Entzündungsfreiheit der Schleimhaut und des Knochens. Mit richtiger Mundhygiene sollte das Zahnfleisch und das Implantatbett gesund erhalten werden (bitte siehe unter „Pflege“). Dabei genügt die normale Mundhygiene mit zweimal Zähneputzen/Zahnseide pro Tag, so wie man es von den eigenen Zähnen gewöhnt ist.
Aus welchem Material bestehen Implantate?
Der überwiegende Anteil der Zahnimplantate (>95%), die heute gesetzt werden, bestehen aus medizinischem Reintitan. Dieser Werkstoff wird überall in der Medizin für Prothesen millionenfach z.B. für künstliche Hüftgelenke seit Jahrzehnten verwendet. Er ist nicht allergenisierend (bitte siehe unter „Allergie“), hochstabil und verwachst mit dem Knochen. Seit einigen Jahren gibt es auch Zahnimplantate aus hochfester Keramik (Zirkoniumdioxidkeramik). Dieses Material scheint noch gewebefreundlicher zu sein, d.h. die Schleimhaut lagert sich sehr gut an das Implantat an, und bietet durch seine weiße Farbe im Frontzahnbereich ästhetische Vorteile (für ausführliche Informationen, bitte siehe auch unter „Startseite _ Material und Design“).
Aus welchem Material bestehen Kronen und Brücken?
Die meisten Kronen und Brücken werden aus einem Metallgerüst ( z.B. Gold/Platinlegierung) gefertigt, welches mit Keramik verkleidet wird, so dass es wie ein natürlicher Zahn aussieht. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Kronen und Brücken aus der hochfesten Hochleistungskeramik Zirkoniumdioxid herzustellen. Dies eignet sich sehr gut für implantatgetragenen Zahnersatz. Durch die Materialeigenschaften des Zirkoniumdioxids sind diese Kronen und Brücken kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden.
Wann kann ein Knochenaufbau erforderlich sein?
Ist ein Zahn schon längere Zeit verlorengegangen, baut der Körper den Kieferknochen and der Stelle ab. Um aber ein Implantat sicher im Kiefer verankern zu können, muss ausreichend stabiler Knochen vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, kann man durch geschicktes Ausnutzen des vorhandenen Knochens eine implantatgetragenen Lösung finden. Andernfalls muss der Knochen wieder aufgebaut werden. Dies wird in der Regel mit Knochenersatzmaterial durchgeführt, welches der Körper in eigenen Knochen umbaut (z.B. Sinuslift). In der Regel ist der Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation möglich. Es kann aber dazu auch ein eigener Eingriff notwendig sein (Bitte siehe auch unter „Startseite _ was ist bei zu wenig Knochen“).
Wieviel kostet ein Implantat?
Die Kosten variieren je nach Aufwand der Behandlung und der Anzahl der Implantate. Auch ist die Frage, ob vorher ein Knochenaufbau gemacht werden muss. In der Regel liegen die Kosten für ein Implantat zwischen 800 - 1500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für prothetische Versorgung z.B. Krone/Brücke. Eine Einzelzahnkrone liegt insgesamt, als Implantat und Krone, bei etwa 2000 Euro. Eine dreispännige Brücke auf zwei Implantaten 4000-5000 Euro.
Werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?
Nein, leider nicht. Sie erhalten seit Januar 2005 nur den Festzuschuss für die Regelversorgung. Jedoch übernehmen private Zusatzversicherungen in der Regel einen Großteil der Kosten. Aus diesem Grund und auch weil die Zuschüsse der gesetzlichen Kassen immer schlechter werden, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung in jungen Jahren. Gerne beraten wir Sie hierzu.
Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?
Einige Medikamente haben Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen auf die Implantation oder verschlechtern die Einheilung. Gerinnungshemmende Medikamente wie Marcumar oder Aspirin können zu starken Blutungen führen, Cortison kann durch die Veränderung des Stoffwechsel- und Immunsystems zu einer schlechteren Einheilung des Implantates führen. Bitte teilen Sie Ihrem Implantologe alle Medikamente mit, die Sie nehmen und besprechen Sie dies mit ihm bei dem Beratungsgespräch.
Muss ich eine implantatgestützte Prothese nachts herausnehmen?
Eine implantatgetragene Prothese sitzt normalerweise so fest, dass Sie sie nachts tragen können. Eine herkömmliche Prothese sollte nachts nicht getragen werden, da sie verrutschen kann, und dann den Rachen oder die Atemwege blockieren kann.
Ist eine Implantation mit Risiken verbunden?
Eine Implantation ist eine kleine Operation, die zu Komplikationen z.B. Verletzung von Nerven und Gefäßen führen kann. Jedoch ist heutzutage durch die verbesserte Diagnostik und Planung (z.B. DVT, computergeplante Operation) in der Hand des erfahrenen Chirurgen und Implantologen die Gefahr größenteils auszuschließen. Normalerweise sind die Risiken bei einer Implanation nicht größer als bei einer Weisheitszahnentfernung. Auch die Gefahr, dass das Implantat nicht einheilt, ist beim Gesunden sehr gering. Sollte sich jedoch ein Implantat einmal entzünden und nicht einheilen, kann es entfernt und durch ein Neues ersetzt werden. In der Regel sogar in derselben Sitzung, wenn Sie dies wünschen.
Und wenn sich ein Implantat entzündet?
Wenn die Entzündung im Frühstadium erkannt wird, kann diese in der Regel gut behandelt werden. Ursache sind meist Bakterien und eine nicht adäquate Mundhygiene. Wenn Sie jedoch regelmäßig die Nachsoge und Prophylaxetermine wahrnehmen, kann eine Entzündung in der Regel verhindert werden.
Sind Implantate auch bei Rauchern sinnvoll?
Durchaus. Allerdings kann Rauchen die Einheilung und den Langzeiterfolg der Implantation mindern. Bitte besprechen Sie Ihre Rauchgewohnheiten bei dem Beratungsgespräch, es lässt sich meist eine Lösung finden.
Werde ich nach dem Eingriff Schmerzen haben?
Entscheidend für die möglichen Beeinträchtigungen, die nach einer Implantation auftreten können, ist neben dem Umfang des Eingriffes, Ihr Verhalten. Bitte terminieren Sie die Implantation so, dass Sie 3 Tage auf schwere körperliche Arbeit (Sport), Wärme und Sonnebestrahlung verzichten können. Ist dies der Fall, werden Sie, in der Regel nur den normalen Wundschmerz, welcher sich mit normalen Schmerzmitteln behandeln lässt, verspüren und eventuell eine leichte Wangenschwellung haben. Die meisten Patienten benötigen am Tag nach dem Eingriff keine Schmerzmittel mehr und können auch leichter Arbeit wieder nachgehen.
Was ist unter Sofortbelastung zu verstehen? Komme ich dafür in Frage?
Üblicherweise sollte ein Implantat unbelastet einheilen. Die Zahnlücke wird mit einem Provisorium versorgt, das an den Nachbarzähnen abgestützt ist. Ist jedoch der Halt eines Implantates und des Knochens stark genug, ist es möglich, das Implantat gleich mit einer permanenten Krone oder einem Provisorium zu belasten. Man spricht dann von Sofortbelastung. Ob dies bei Ihnen möglich ist, hängt vom Zustand Ihres Knochens und der Lage der Implantate ab. Bitte fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.
Ist es möglich, gleich nach der Entfernung eines Zahnes ein Implantat zu setzen? Komme ich dafür in Frage?
Ja, das in immer mehr Fällen möglich. Dies hängt vom Knochenangebot und vom Zustand (Stichwort Entzündungsfreiheit) ab. Dabei wird nach der Zahnentfernung gleich das Implantat in die frische Wunde gesetzt. Dies bezeichnet man als Sofortimplantation (Bitte nicht mit Sofortbelastung verwechseln).
Wie sieht es mit Sport nach der Implantation aus?
Bitte siehe unter dem Stichwort „Schmerzen“. Leichte Bewegung ist nach der Implantation möglich, auf starke körperliche Belastung, Wärme (auch Sauna) und Sonne sollte für 3 Tage verzichtet werden. Danach empfiehlt es sich langsam die Intensität zu steigern.
Wie sollte ich meine Implantate und neuen Zähne pflegen?
Implantatgetragene Zähne sehen nicht nur wie eigene Zähne aus, sie sollten auch genauso gepflegt werden. Dabei empfiehlt sich eine zweimalige tägliche Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide, wie man es gewöhnt ist. Besonders wichtig ist die restlose Entfernung der Zahnplaque zwischen den Zähnen und am Ubergang Zahnfleisch/Zahn - diese Bakterien sind hauptsächlich für eine mögliche Entzündung des Zahnfleisches und des Implantates verantwortlich. Zusätzliche sollte 1 bis 4-mal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung (PZR; bitte siehe auch auf der Rubrik „Pflege“) durchgeführt werden. Die PZR entfernt auch Plaque und Beläge, die der Zahnbürste nicht zugänglich sind, sodass Ihre Zähne wieder in ihrer alten Frische strahlen.
Ich habe große Angst vor dem Zahnarzt, was kann man da machen?
Unsere Klinik ist auf Patienten spezialisiert, die Angst vor dem Zahnarzt haben. Im Team steht Ihnen eine Psychologin zur Verfügung, die die Ursachen der Angst in Ruhe bespricht und den optimalen Behandlungsplan mit Ihnen erarbeitet. Die Möglichkeiten gehen von Ablenkung mittels Video, Playstation oder Musik bis hin zum Erlernen von Entspannungstechniken und einer umfassenden Angstbehandlung. Wir nehmen uns im Team so viel Zeit, wie Sie brauchen. Für genauere Informationen können Sie gerne auf der Seite www.zahnarzt-angst.info vorbeischauen.